Dr. Karl-Heinz-Otto

»Was bleibt aber, stiften die Dichter!«

Mit diesem aphoristischen Vers schloss Friedrich Hölderlin, der zu den bedeutend-sten Lyrikern und Humanisten unseres Volkes zählt und dessen 250. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen, seine weltweit geschätzte Hymne Andenken ab.

 

Auch mein noch immer ungebrochener Schreibantrieb nährt sich von der Hölderlin-Frage Was bleibt? Es reizt mich, in meinen Märchen und Romanen, aber vor allem in meinen autobiografischen Erzählungen, Antworten auf diese wohl ewige Frage zu finden, die sich jeder Mensch im Angesicht der schmerzenden Erkenntnis seiner Endlichkeit irgendwann einmal stellt.

Das Leben ist wahrlich ein einmaliges Geschenk. Und wenn man, wie ich, mehr als 80 Jahre und gar drei sich so abgrundtief voneinander unterscheidenden Ismen- den Faschismus, den Sozialismus und den Kapitalismus – erst überleben und dann schöpferisch mitgestalten durfte, darf man dankbar zurückblicken und Bilanz ziehen-

als Zeitzeuge.

 

Wir laden Sie ein, an unserer Zeitreise ins Gestern teilzunehmen, auf der wir gemeinsam nach Antworten suchen wollen auf die Frage was bleibt? Was bleibt von jedem einzelnen und was von unserer Zeit, in der wir leben durften?

Petra Herrmann

Was bleibt, wenn wir einen Ort verlassen, unsere Bestimmung nicht mehr wahrnehmen können. Was bleibt von einem Ort an dem Menschen geträumt, geliebt, gelacht, geweint, sich gesorgt haben.

An einem solchem Ort habe ich dem einstigen Leben nachgespürt, habe mich auf die Räume, die liegengelassenen Gegenstände, die Atmosphäre eingelassen, Details die für das Verlassene, das Liegengelassene, das „Wertlose“ stehen und in ihrem Dasein GESCHICHTE aufzeigen, Geschichten erzählen…
Verfremdet durch die Installation sind daraus spannungsvolle, grafische Arbeiten entstanden, Spuren die poetisch in ihrer Bildsprache erzählen, malerisch in ihrem Ausdruck.

KOKONS, die sich teilweise auflösen, die sich entpuppen, die sich nicht einengen lassen, die nun an das Licht wollen, nach dem Einspinnen und Wachsen nun ihrer nächsten Lebens-Phase entgegenstreben.
Es ist ihre Geschichte …

Dank der Rosa- Luxemburg- Stiftung Thüringen e.V. die das Projekt fördert

Ort:

Galerie am Markt
Markt 12 (Eingang Marktgasse)

04600 Altenburg

Öffnungszeiten:

Mittwoch 10.00- 14.00 Uhr und nach Vereinbarung


Kontakt:

Telefon: 0173 9246024

E-Mail: petynka@web.de

 

Petra Herrmann

Einladung

Künstlerinnengespräch
mit Petra Herrmann

02.September 2020, 18.00 Uhr

Lesung
mit Dr. Karl-Heinz Otto und
Petra Herrmann aus
Ikarus
und
Meine Kindheit im Osterland

23.September 2020, 17.00 Uhr

Was bleibt

Ein verlassener Ort
-Fotoinstallation-

Kokons
– Arbeiten auf Papier-

Ausstellung
Petra Herrmann

10.8. – 27.9. 2020

Galerie am Markt
-Altenburger Geschichtsverein-